Die hohe Geisteshaltung

Was macht uns menschen denn zu geistigen leitern. muss jeder immer mithalten können oder lassen sich nicht auch die "kinder vom lande" verstehen, die nicht ständig die kraft zu vollem geistesreichtum aufbringen.

Ich hatte heute ein gespräch, dass mir zweifel eigenen lebens auf die stirne trieb, weil ich mich darin selbst wiedererkannte. wie steht es denn nun um uns, wenn wir der lage unseres lebens einfach nicht gewachsen sind. ständig versucht man doch nun mitzuziehen, plagt sich ab und hat erfolg oder nicht. aber sei es nun begabung oder glück, kann es manchen dann nicht auch vergönnt sein, ein geschick nicht zu besitzen. man versagt an vielen ecken und enden, aber ist es denn nicht auch unser recht, an etwas zu scheitern. ist es manchen von uns vielleicht sogar gar nicht gegeben, bei den großen dingen, den feingeistern, mithalten zu können?

Meine geistreiche gesprächspartnerin stellte nun an mich die frage, ob man nicht einfach akzeptieren könne, dass sie doch einfach mädchen vom lande sei, die inspiration dieser menschen aber trotzdem brauche. letztendlich gehört man als solch ein mädchen oder junge vom lande doch trotzdem in dieses gefüge, auch wenn man an seine grenzen stoßen mag. soll das feingeistige volk doch einfach mal akzeptieren, dass es diese geistesschicht von mensch doch nun nicht nur geben muss, sondern dass sie sogar für ihre eigene akzeptanz gebraucht wird.

Bemühen reicht in einer solchen zeit gelinde gesagt einfach nicht mehr aus. erfolg muss her, können, wahnsinn. aber lasst uns doch mal eine zeit lang verharren, um auf die menschen um uns zu schauen. nicht nur die menschen auf den großen wegstrecken tragen große gedanken, sondern auch die abseits des pfades. so könnten auch wir die sicht etwas auf den wegesrand erweitern. manchmal braucht es einfach bloß ein bisschen geduld mit den menschen, um ihr können hervorzulocken.
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