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Herzgelüste

Gleich in der Nacht noch will ich zu dir gehen,
will deiner Seele Licht ergründen,
will tief in deine Augen sehen,
und ein neues Licht entzünden,

will auf den Spuren deines Lebens wandern,
dann weiten Grund des Glücks durch dich erfahren,
und schließlich in den deinen Armen landen,
um diesen als den Quell des Seins zu offenbaren.

Ich werd die Nacht verglühend einen Mond erfinden,
der außer seinem silberweißen Lichte
nun noch Liebesgrüße schickt.
Und auch wenn lichterlohe Sehnsucht
auf den Hügeln dieses Mondes liegt,
so lass ich dort ein Jubelliede singen,
erklingt wo einstmals Glückes Licht versiegt.

Ich werde breite, wunderschöne Bäume
auf die Wiesen deines Lebens pflanzen,
bis jenes Mondeslicht ganz sanft sich
auf dem deinen Körper unter Bäumen wiegt,
und jedes Haar in meinem Nacken bebt,
bei jenem Anblick, den dein Herz mir gibt,
wenn alle weiten Räume Herzenslüste träumen.

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